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Ziele
Die RWGN sieht ihre Aufgabe in der Förderung der wissenschaftlichen und praktischen Belange der Nuklearmedizin. Der Erfüllung dieser Aufgaben dient die fachliche Unterstützung von Wissenschaftlern und deren Beratung im Bereich des nuklearmedizinischen Schrifttums. Die RWGN ist ferner bemüht um die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitglieder und des Nachwuchses. Diesem Zweck dient die regelmäßige Veranstaltung von Symposien, die mindestens einmal jährlich im Rahmen der satzungsgemäß durchgeführten Mitgliederversammlung stattfinden. Dabei findet die Berücksichtigung der Beziehungen zu den Nachbarfächern der Nuklearmedizin, zu Naturwissenschaften und Technik angemessene Beachtung. Wesentliche Bedeutung wird weiterhin dem Kontakt zu staatlichen Organen, zur Ärztekammer, zu anderen
Regionalgesellschaften sowie zur
Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)
und der
European Association of Nuclear Medicine beigemessen.
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Geschichte
Die RWGN ist am 1. Juli 1973 in Bonn als erste deutsche Fachgesellschaft für
Nuklearmedizin gegründet worden. An der Gründungsversammlung haben die
Nuklearmediziner Assheuer, Feinendegen, Hünermann, Kutzim, Penski, Schmidt und
Winkler teilgenommen. Zum ersten Vorsitzenden der Gesellschaft wurde Prof. Cuno
Winkler gewählt, der dieses Amt bis zu seiner Emeritierung an der Universität Bonn
im Jahr 1985 innehatte. Ihm folgten als Vorsitzende Prof. H. A. E. Schmidt (1985)
und Dr. U. Buschsieweke (1993). Die Ausrichtung der alljährlich Anfang Dezember
stattfindenden Jahrestagungen erfolgte durch die jeweiligen Kongresspräsidenten an
deren Wirkungsstätten in NRW. Zusätzlich veranstaltete die RWGN 1985 zusammen
mit der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin und der Gesellschaft für
Nuklearmedizin Europa ein internationales Symposium in Bonn mit dem Thema
„Nuclear Medicine in Clinical Oncology" unter Leitung von C. Winkler.
Während die Publikation der bei den Jahrestagungen gehaltenen Vorträge seit
Bestehen der RWGN in den Zeitschriften NUKLEARMEDIZIN bzw. DER NUKLEARMEDIZINER erfolgte, ist das internationale Onkologie-Symposium in
Buchform erschienen (Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York 1986).
Abgesehen von den wissenschaftlichen Aktivitäten hat die RWGN in berufspolitischer
Hinsicht wichtige Beiträge für die Entwicklung der Nuklearmedizin in Deutschland
geleistet. So konnte sie bei der Landesregierung in NRW als zuständige Fachgesellschaft ihren Einfluss auf die Besetzung von Lehrstühlen an Universitäten
des Bundeslandes geltend machen. Eine dieser Lehrstuhlbesetzungen betraf die des
Ordinariats für Nuklearmedizin in Essen durch den hervorragenden Wissenschaftler
und Kliniker Hans Creutzig, der 1987 zur tiefen Betroffenheit der Fachwelt einem
Krebsleiden erlegen ist. Zu seinem ehrenden Andenken hat die RWGN den „Hans-Creutzig-Preis" gestiftet, der alljährlich für bedeutende wissenschaftliche Leistungen
auf dem Gebiet der Onkologie verliehen wird.
Ausschlaggebenden Einfluss hat die RWGN auch auf die Gebietsarzt-Anerkennung
gehabt. Im Auftrag der Gesellschaft hat insbesondere H. A. E. Schmidt durch
intensive Verhandlungen mit der Ärztekammer Nordrhein deren Zustimmung zur
Einführung de Fachgebietes „Nuklearmedizin" erreichen können. So konnte bereits
1976 beim deutschen Ärztetag in Düsseldorf ein entsprechender Beschluss gefasst
werden, und vom 1. Juli 1977 an gab es dann in den Kammerbereichen Nordrhein
und Westfalen-Lippe den „Arzt für Nuklearmedizin." Andere Kammerbereiche folgten,
und es erfolgte auch die Gründung weiterer regionaler Fachgesellschaften sowie die
der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin 1976 in Berlin.
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